<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" ?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom">
    <link href="https://hygiene-gmi.de/mehr/ratgeber?sAtom=1" rel="self" type="application/atom+xml" />
    <author>
        <name>hygiene-gmi.de</name>
    </author>
    <title>Blog / Atom Feed</title>
    <id>https://hygiene-gmi.de/mehr/ratgeber?sRss=1</id>
    <updated>2026-05-18T15:12:48+02:00</updated>
    
        <entry>
            <title type="text">Unterschied Desinfektion Sterilisation: ein Überblick über die Methoden</title>
            <id>https://hygiene-gmi.de/unterschied-desinfektion-sterilisation/</id>
            <link href="https://hygiene-gmi.de/unterschied-desinfektion-sterilisation/"/>
            <summary type="html">
                <![CDATA[
                
                                            Im Rahmen der Corona-Pandemie wurden Begriffe wie Desinfektion oder auch Sterilisation auch in weiten Teilen der Bevölkerung bekannt. Das Robert Koch-Institut (RKI) hat eine Fülle an Tipps gegeben und sind die Unterschiede nicht allerorten bekannt. 
                                        ]]>
            </summary>
            <content type="html">
                <![CDATA[
                  Im Rahmen der Corona-Pandemie wurden Begriffe wie Desinfektion oder auch Sterilisation auch in weiten Teilen der Bevölkerung bekannt. Das Robert Koch-Institut (RKI) hat eine Fülle an Tipps gegeben und sind die Unterschiede nicht allerorten bekannt. Dabei ist wichtig, dass sowohl Hände und Haut als auch Flächen und Instrumente in der richtigen Form behandelt und gereinigt werden, um eine Infektion zu vermeiden oder gar Keimfreiheit herzustellen. Die Wirkungsbereich von Desinfektion und Sterilisation sind verschieden, ebenso wie die Methoden, weshalb ein Überblick und Definitionen eine gute Orientierung über Reinigung, Desinfektion und Sterilisation ermöglichen.  
  &amp;nbsp;  
  Erst Reinigung dann Desinfektion  
  Zunächst einmal zu den alltäglichen Begriffen der Reinigung und Desinfektion. Beide sollten niemals voneinander getrennt werden, denn für ein ausreichendes Maß an Hygiene ist die Kombination entscheidend. Was eine Reinigung ist, versteht sich normalerweise von selbst. Sichtbarer Schmutz oder auch organisches Material wie Hautschuppen, Fingerabdrücke und natürlich Milben und andere winzige Lebewesen werden von einer Oberfläche oder den Händen entfernt. Für die Reinigung kommen verschiedene Reinigungsmittel infrage, die&amp;nbsp; – vereinfacht gesprochen – allesamt Seifen sind oder diesen ähneln. Der Grund liegt in der Basis auf Tensiden.  
  Für das richtigen Reinigen, beispielsweise der Hände, existieren klar definierte Methoden, die sich erlernen lassen. Eine Reinigung entfernt Viren und Bakterien und entfernt diese aus dem gereinigten Bereich. Nicht bewirkt wird indes eine Inaktivierung, denn durch Händewaschen oder Abwischen einer Fläche werden die Bakterien, Viren und andere Krankheitserreger lediglich an einen anderen Ort transportiert und bleiben aktiv.  
  Aus diesem Grund geht die gründliche Reinigung immer auch mit der Desinfektion einher, wobei erst das Waschen und dann das Desinfizieren erfolgen. Warum das so ist? Ganz einfach, weil durch das Händewaschen grober Schmutz entfernt wird, was die Desinfektion nicht leistet. Ein Desinfektionsmittel sollte zudem nur auf komplett abgetrocknete Hände aufgetragen werden, was auch die Haut schont.  
  Wer die Reihenfolge nicht beachtet, riskiert die Unwirksamkeit einer Desinfektion. Werden Keime von Schmutz überdeckt, so kommt das Desinfektionsmittel nicht daran und die Wirkungsbereiche sind eingeschränkt.  
  &amp;nbsp;  
  Was ist Desinfektion?  
  In vielen Situationen reicht das gründliche Händewaschen oder Reinigen einer Fläche schlichtweg nicht aus. Institutionen wie das Robert Koch-Institut empfehlen daher die Desinfektion, denn nur so lässt sich Keimfreiheit herbeiführen. Möglich wird dies, weil diese Methode Bakterien und Viren nicht nur entfernt, sondern auch abtötet. Infektionen werden so unwahrscheinlicher und Krankheiten können vermieden werden.  
  Desinfektion erfolgt in aller Regel mit Substanzen auf Alkoholbasis. Folgt man den Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO), so ist ein Gehalt von mindestens 60% Alkohol anzuraten, wobei oftmals auch höhere Konzentrationen auf dem Markt angeboten werden. Ein antibakterielles Handgeld liegt beispielsweise bei mehr als 70 Prozent, wobei immer auch auf die Zugabe pflegender Substanzen zu achten ist.  
  Die Desinfektion erfolgt nach exakten Vorgaben und Normen. In schriftliche Form gegossen wurden diese unter anderem in EN1500, EN1276, EN1650 oder auch EN14476: 2013 + A1: 2015, um nur einige der europäischen Normen zu nennen.  
  Desinfiziert werden sowohl die Hände als auch Türklinken, Griffe, Handläufe von Treppen, Handys, PC-Tastaturen – kurzum: alle Bereiche, die mit Menschen in Kontakt kommen und Keime enthalten können. Es ist allerdings darauf zu achten, dass ein Touchscreen mit etwas sanfteren Substanzen gereinigt bzw. desinfiziert wird als Türklinken und daher spezialisierte Produkte angeboten werden.  
  Als Methoden eignen sich Sprühen, Wischen oder ein Tauchbad, wobei das Sprühen insbesondere auf kleineren Flächen sinnvoll ist, während größere Flächen gewischt werden. Zu beachten ist dabei das Risiko einer Keimverschleppung, weshalb im Vorfeld eine Reinigung stattfindet und die Oberflächen zudem getrocknet werden muss. Ein Tauchbad eignet sich dann, wenn ein Gegenstand komplett desinfiziert gehalten werden soll und besteht in der Kombination aus Desinfektionsmittel und kaltem Wasser.  
  Neben den chemischen Vorgehensweisen, also dem Arbeiten meist auf Basis von Alkohol oder auch Reinigungsmitteln mit Chlor, Jod oder Wasserstoffperoxid und Peressigsäure, können auch UV-Strahlen oder das Auskochen angewendet werden.  
  &amp;nbsp;  
  Welche Vorgaben gelten für die Desinfektion?  
  Folgt man einer gängigen Definition aus dem Deutschen Arzneibuch (DAB), so kann die Desinfektion „totes oder lebendes Material in einen Zustand versetzen, dass es nicht mehr infizieren kann“. Erreicht ist dieses Ziel, sobald die Keime um einen Faktor von mindestens 10 hoch -5 reduziert wurden. Dies entspricht einer Zahl von 10 nach zuvor einer Million. Angesichts des Arbeitens mit log10-Stufen lassen sich auch die Reinigung und die Desinfektion miteinander vergleichen, wobei das Händewaschen mit Seife einen Wert von 10 hoch -2 erzielt und auch schon 99 Prozent der Keime entfernt. Das Robert Koch-Institut nennt für Flächen wiederum Zahlen zwischen 50 und 80 Prozent, was ein gutes Stück vom Reinigen der Hände entfernt ist. Die Desinfektion wiederum, bringt es per Definition auf mindestens 99,999 Prozent oder gar 99,9999 Prozent.  
  &amp;nbsp;  
  Der Unterschied zwischen Desinfektion und Sterilisation  
  Ist Desinfektion steril? Diese Frage wird des Öfteren gestellt und weist auf ein grundlegendes Missverständnis hin. Die Begriffe Desinfektion und Sterilisation sind keineswegs identisch und auch zwischen keimfrei und steril liegen Welten. Aus diesem Grund sollten die Methoden nicht vermischt werden und in den richtigen Situationen zur Anwendung gelangen.  
  Reinigung und Desinfektion sind seit Corona im Alltag angekommen und haben sich zu einer regelrechten Routine entwickelt. Wenn es um das Waschen der Hände oder die Reinigung von Flächen geht, sind beide Methoden in den meisten Fällen ausreichend und es braucht nicht über Sterilisation gesprochen zu werden. Es existieren allerdings Ausnahmen.  
  &amp;nbsp;  
  Was ist Sterilisation?  
  Die Methoden der Sterilisation unterscheiden sich vor allem im Blick auf die Wirkungsbereich von denen der Desinfektion. Es existieren allerdings auch sterile Desinfektionsmittel, sodass die Sterilisation im Grunde eine besonders gründliche Desinfizierung darstellt. Größtenteils sind medizinische Instrumente betroffen, bei denen unbedingte Keimfreiheit herrschen muss. Die Inaktivierung aller Bakterien und Viren wird durch sehr aggressive Substanzen erreicht. Der Grund liegt in den gesetzlichen Vorgaben. Diese geben das Abtöten aller Mikroorganismen inklusive der Sporen aus, sodass selbst von einer Million Keimen kein einziger mehr übrig bleiben darf. Zudem muss die Wahrscheinlichkeit, dass doch noch ein einzelner Keim überlebt hat, unterhalb eines Wertes von 1 zu einer Million liegen. Sterilisation stellt somit komplette Keimfreiheit her.  
  &amp;nbsp;  
  Wie wird die Sterilisation durchgeführt?  
  Auch in der Herangehensweise und den Methoden wird der Unterschied von Desinfektion und Sterilisation deutlich. Die Desinfektion arbeitet mit einem speziellen Mittel auf Alkoholbasis und somit chemisch. Die Durchführung ist auch ohne fachliche Kenntnis in Eigenregie möglich, was nicht für die Sterilisation gilt. Zu unterscheiden ist zwischen Heißluftsterilisation, Dampfsterilisation und Strahlensterilisation, wobei die Hitze dafür sorgt, dass sich das Eiweiß in den Zellen der Mikroorganismen zersetzt und diese somit absterben. Wird auf erhöhte Temperaturen verzichtet, erfolgt die Sterilisation mit toxischem Gas, das ebenfalls alle Mikroorganismen entfernt.  
  Für das steril machen von Gegenständen ist die Norm&amp;nbsp; DIN EN 556 ausschlaggebend. Diese enthält sowohl Vorgaben hinsichtlich der Methoden als auch hinsichtlich der Wirkung und der passenden Kennzeichnung medizinischer Produkte.  
  &amp;nbsp;  
  Wann eignet sich welches Verfahren?  
  Für den Alltag reicht in aller Regel aus, wenn ein Gegenstand gereinigt und ggf. auch noch desinfiziert wurde. Keimfreiheit lässt sich durch Desinfektionsmittel weitgehend erreichen und der Schritt zu einem komplett sterilen Umfeld ist nur für medizinische Kontexte vonnöten.&amp;nbsp; Wirkungsbereiche für die Desinfektionsmethoden sind Händedesinfektion, Hautdesinfektion,&amp;nbsp; Schleimhautdesinfektion, Flächendesinfektion und Instrumentendesinfektion, wobei die letztgenannte ebenfalls nur im professionellen Zusammenhang zum Tragen kommt.  
  Wer auf Sterilisation setzt, muss hierfür die passenden Gerätschaften bereithalten und sicherstellen, dass auch im Raum nicht direkt wieder Krankheitskeime ans Werk gehen. Desinfizieren geht leichter von der Hand und sollte kombiniert mit Reinigung das Mittel der Wahl sein.  
  &amp;nbsp;  
                ]]>
            </content>

                            <updated>2023-06-18T00:30:00+02:00</updated>
                    </entry>

    
    
        <entry>
            <title type="text">Handschuh-Allergie: Was können Allergiker tun</title>
            <id>https://hygiene-gmi.de/handschuh-allergie/</id>
            <link href="https://hygiene-gmi.de/handschuh-allergie/"/>
            <summary type="html">
                <![CDATA[
                
                                            Die Handschuh Allergie ist gefürchtet und kann durch eine Vielzahl unterschiedlicher Stoffe ausgelöst werden. Interessant ist dabei, dass es sich in vielen Fällen nicht um eine typische Allergie, sondern um eine Kontaktdermatitis handelt. 
                                        ]]>
            </summary>
            <content type="html">
                <![CDATA[
                  Die Handschuh Allergie ist gefürchtet und kann durch eine Vielzahl unterschiedlicher Stoffe ausgelöst werden. Interessant ist dabei, dass es sich in vielen Fällen nicht um eine typische Allergie, sondern um eine Kontaktdermatitis handelt. Die konkreten Symptome mögen identisch sein, doch macht es einen erheblichen Unterschied, ob Gummihandschuhe, Schutzhandschuhe, oder Einmalhandschuhe aus Latex gefertigt wurden. Allergene finden sich auch in anderen Materialien und die Auswirkungen bestehen in Magendarm Beschwerden oder auch Hals Beschwerden sowie natürlich Pusteln und Juckreiz auf der Haut. Doch der Reihe nach, beginnend mit der Latexallergie, die besonders gefürchtet ist.  
   &amp;nbsp;   
  Handschuhe Allergie vermeiden – so wird es gemacht!  
  Die gute Nachricht für alle Allergiker: es müssen nicht unbedingt Gummihandschuhe sein. Einweghandschuhe werden mittlerweile längst auch aus anderen Materialien hergestellt und sind mindestens ebenso funktionstüchtig. Zwar liegt Naturlatex mit jährlich rund zwölf Millionen Tonnen auf einem der vorderen Plätze als Material für Einmalhandschuhe, doch sind mittlerweile auch Handschuhe aus Nitril gefragt. Wer also nicht auf Latex setzt, entscheidet sich für Nitril alias synthetischen Kautschuk oder für Polyethylen bzw. Vinyl. Rundum sorglos ist die Nutzung der alternativen Materialien allerdings auch nicht möglich. Eine Alternative besteht darin, Handschuhe aus Latex zwar zu verwenden, jedoch deren Innenseite mit einem nicht allergenen Material zu beschichten. Diese Vorgehensweise wird von manchen Herstellern genutzt, um allergische Symptome zu reduzieren.  
  &amp;nbsp;  
  Was ist Latex?  
  In vielen Fällen ist eine Naturlatex Allergie für Probleme beim Tragen der Einmalhandschuhe auszugehen. Latex ist per Definition der Milchsaft des Kautschukbaums, teilweise wird aber auch der Naturkautschuk selbst als Latex bezeichnet. Der Milchsaft wird geerntet bzw. abgezapft und gemeinsam mit Schwefel erhitzt. Der Vorgang, der auch als Vulkanisation bekannt ist, sorgt für die typische flexible und gleichzeitig reißfeste Struktur. Auch ist Latex als Naturprodukt uralt und wurde schon von den Maya in Zentralamerika genutzt. Der Reifenhersteller Goodyear bzw. Charles Goodyear begann mit der Herstellung von Gummi und damit einem der wichtigsten Werkstoffe der heutigen Zeit.  
  &amp;nbsp;  
  Wie kommt eine Allergie gegen Gummihandschuhe zustande?  
  Wenn Gummihandschuhe zu allergischen Reaktionen führen, ist meist eine Naturlatex Allergie eine der Ursachen. 40 Prozent der globalen Gummiproduktion entfällt auf Naturkautschuk, parallel hierzu existieren auch synthetische Produkte wie Neopren, Silikonkautschuk oder Nitrilkautschuk. Letzterer ist ebenfalls ein geeignetes Material, um Handschuhe herzustellen.  
  Doch warum die Allergie, wenn es sich doch um ein reines Naturprodukt handelt? Dies hat mit den Proteinen zu tun, die in der Substanz enthalten sind und beim Tragen der Gummihandschuhe sowohl in die Haut als auch in die Atemwege gelangen. Seitens der Wissenschaft wurden bislang 15 Allergene in natürlichem Latex identifiziert, wobei sich diese Zahl auch noch erhöhen könnte.  
  Vor allem gepuderte Latexhandschuhe galten über viele Jahre als Allergieauslöser und dürfen aus diesem Grund auch nicht mehr im Arbeitsumfeld verwendet werden. Häufiges An- und Ausziehen sorgt dafür, dass die allergieauslösenden Stoffe verteilt werden. Entsprechend leiden nicht nur die Personen, die die Handschuhe tragen, an Symptomen, sondern auch Menschen in der unmittelbaren Umgebung.  
  &amp;nbsp;  
  Welche Formen der Handschuh Allergie existieren?  
  Die gepuderten Handschuhe sind nicht mehr zulässig und sorgten für eine Verteilung der Allergene in der Atemluft. Gelöst ist das Problem dadurch allerdings nicht, denn viele Einmalhandschuhe werden dennoch aus Naturlatex produziert. Die häufigsten Reaktionen sind die einer Kontaktallergie oder Kontaktdermatitis, die sich vor allem in der Rötung der Haut und starkem Juckreiz widerspiegelt. Im schlimmsten Fall kann sich der Juckreiz auch noch ausbreiten, nachdem die Handschuhe ausgezogen wurden und auch Atemnot, Fließschnupfen oder Hals Beschwerden treten auf.  
  &amp;nbsp;  
  Wie häufig ist eine Latexallergie?  
  Handelt es sich hier um ein reines Nischenthema oder ist die Latexallergie ein Massenphänomen? Zum ersten Mal erwähnt wurde die Allergie gegen Naturkautschuk im Jahr 1927, eine medizinisch einwandfreie Diagnose durch Pricktest wurde dann 1979 zum ersten Mal gestellt. Studien gehen in der allgemeinen Bevölkerung von einem Prozentsatz zwischen einem und eineinhalb bis maximal sechs Prozent aus. Reinigungskräfte und Personen im Gesundheitsbereich sind allerdings weit häufiger betroffen, sodass die Zahlen – je nach Studie und Land – zwischen 2,7 Prozent und 11,7 Prozent liegen, andere Quellen sprechen von zehn bis 18 Prozent.  
  &amp;nbsp;  
  Allergie gegen Latex und Kreuzallergien  
  Wer mit Kautschuk Probleme hat, kann im negativen Fall auch eine sogenannte Kreuzallergie entwickeln. Die Proteine in der Kiwi, Avocado, Mango und Pfirsich sind beispielsweise ähnlich und auch Maulbeerbäume, Gummibaum und Weihnachtsstern sowie Hanf und die Zierpflanzen Kaktus, Birkenfeigen und Oleander können Juckreiz oder andere Allergieerscheinungen auslösen.  
   &amp;nbsp;   
  Nitril versus Latex  
  Um die Proteine in Naturkautschuk zu vermeiden, sollte schlichtweg auf Nitril gesetzt werden. Nitril-Polymere zeichnen sich durch eine hohe chemische Beständigkeit aus und weisen Eigenschaften auf, die denen der „echten“ Gummihandschuhe stark ähneln. Eine Handschuh Allergie wird hierdurch seltener, ist aber leider trotzdem nicht auszuschließen.  
  In der Chemie spricht man von Acrylnitril-Butadien-Kautschuk oder auch Nitrilkautschuk und somit über Vulkanisate des Kautschuks. Erstmals entwickelt wurde Nitril im Jahr 1930 und in der Praxis eignet sich dieses Material nicht nur für Einweghandschuhe, sondern auch für Dichtungsringe, Schläuche oder Gummibänder, kurzum für nahezu alles, was sonst auch aus Gummi hergestellt wird.  
  &amp;nbsp;  
  Handschuh Allergie gegen Nitrilhandschuhe  
  Wenngleich es seltener vorkommt, lösen auch Handschuhe aus Nitril manchmal eine Kontaktallergie oder Kontaktdermatitis aus. Die Stoffe, die während der Vulkanisation verwendet werden, sind potenzielle Auslöser und werden nicht bei jedem Produkt von jedem Hersteller rückstandslos ausgewaschen. Mit anderen Worten dürften Thiurame, Mercaptobenzothiazolen, Dithiocarbamates, Thiazole etc. normalerweise nicht mehr in den Handschuhen vorhanden sein, doch in der Praxis sieht dies anders aus. Es gibt mittlerweile aber auch Produzenten, die die Rückstände genau kontrollieren und angeben, dass keine Vulkanisationsbeschleuniger bzw. Akzeleratoren verwendet wurden.  
  Interessant ist in diesem Kontext auch der Blick auf die Stabilität der Handschuhe, denn hier ist Latex in aller Regel überlegen. Entsprechend sollte immer auch darauf geachtet werden, dass ein günstiger Handschuh aus Nitril auch wirklich dicht ist, denn die Substanzen, mit denen Reinigungskräfte oder auch medizinisches Personal umgehen, erfordern zwingend einen Schutz der Hände.  
  &amp;nbsp;  
  Handschuhe aus Vinyl oder Polyethylen (PE) als Alternative?  
  Wer kein Latex bzw. kein Produkt auf Kautschukbasis nutzen möchte, landet unweigerlich bei Polyethylen (PE). Dieses Material ist aus der Herstellung von Folien bekannt und gilt als petrochemisch hergestellter Kunststoff. Entsprechend ist in Polyethylen Erdöl enthalten und auch finden sich Weichmacher wie Phthalate. Polyethylen oder HDPE (High Density Polyethylen) ist ein besonders günstiges Material und – anders als die übrigen Handschuhe – nicht elastisch. Hinsichtlich des Komforts müssen aber Abstriche gemacht werden.  
  Vinyl ist ebenfalls ein Kunststoff und gilt als die preisgünstigste Lösung im Bereich der Einmalhandschuhe. Der Umgang mit Fett ist nicht möglich, was auch für Lebensmittel mit Fettgehalt gilt. Des Weiteren gilt der Tragekomfort als suboptimal, doch wenn es nur um die Vermeidung von Handschuh Allergien geht, können Produkte aus Vinyl die ersten Wahl darstellen. Der Haken findet sich leider auch hier in der Liste möglicher Zusatzstoffe wie Benzylbutylphthalat (BBP), Dibutylphthalat (DBP), Diethylhexylphthalat (DEHP). Paratoluene, Sulfonamide und natürlich als Weichmacher Phtalate sowie Naphtylamine. Grundsätzlich ist keine der genannten Substanzen gesundheitsschädlich und doch sollte man vor dem Kauf auf Nummer sicher gehen und genau die Inhaltsstoffe überprüfen.  
  &amp;nbsp;  
  Wie kann ich eine Handschuh Allergie sicher feststellen?  
  Festzuhalten ist, dass alle Formen der Einmalhandschuhe eine Kontaktdermatitis oder eine echte allergische Reaktion auslösen können. Gummihandschuhe bzw. die Verwendung von Latexhandschuhen sind besonders riskant, allerdings treten auch bei Nitril, PVC oder Vinyl Probleme auf. Vermeiden lassen sich diese nur dann, wenn im Vorfeld eine genaue Diagnose gestellt und das Problem benannt wird.  
  Hals Beschwerden oder Magendarm Beschwerden müssen nicht unbedingt auf die Stoffe in den Handschuhen zurückgeführt werden und nur, wenn ein valider Allergietest durchgeführt wurde, lässt sich Sicherheit erzielen. Zu unterscheiden sind vier allergische Reaktionstypen, von denen II und III eher selten sind und sich auf Reaktionen gegen Arzneimittel bezieht oder in Gefäßentzündungen und Lungenproblemen bestehen. Relevant ist der Soforttyp (Typ 1) mit direkter Reaktion nach Kontakt mit dem Allergen sowie der zellvermittelte Typ IV, der durch Hautveränderungen und anschließende Erscheinungen gekennzeichnet ist. Symptome können sich auch noch 72 Stunden nach dem Kontakt mit einem Handschuh zeigen, weshalb die Diagnose nicht immer einfach ist.  
  Beim Arzt wird zunächst nach den Symptomen der allergischen Reaktion gefragt, auch Handpflege und die berufliche Situation spielen eine Rolle. Untersucht wird das Vorhandensein einer Allergie durch Hauttest in Form eines Pricktests, Reibetests oder einer Blutuntersuchung, die auch flankierend genutzt werden kann. Wichtig ist, dass die Tests keine Allergien beweisen können, aber deren Vorhandensein nahelegen. Ist der Verdacht vorhanden, kann durch eine sogenannte Provokation sicher gegangen werden.  
  &amp;nbsp;  
  Handschuh Allergie – was tun?  
  Ist tatsächlich eine Handschuh Allergie vorhanden, so ist Karenz die wichtigste Maßnahme. Latex ist ab sofort tabu und am Arbeitsplatz sollten nicht nur die eigenen Handschuhe, sondern auch weitere Produkte auf deren Inhaltsstoffe hin untersucht werden. In schweren Fällen müssen auch Medikamente eingenommen werden und Sie erhalten eine Liste mit Lebensmitteln, die eventuell ebenfalls allergieauslösend sind und Latexähnlichkeiten aufweisen. Eine Immuntherapie gegen Latexallergien ist noch nicht möglich und in starken Fällen sollte ein Allergiepass ausgestellt werden. Der Grund besteht darin, dass nicht nur in Handschuhen, sondern in einer Fülle weiterer Alltagsgegenstände Latex enthalten sein kann – so beispielsweise auch in medizinischen Hilfsmitteln oder Kathetern, weshalb behandelnde Mediziner zwingend Bescheid wissen müssen.  
  &amp;nbsp;  
  Einfache Mittel gegen Symptome  
  Zum Glück sind die Symptome einer Handschuh Allergie in den meisten Fällen harmlos, wenn auch lästig. Möglich ist unter anderem das Tragen von zwei Paar Handschuhen, beispielsweise mit einer Schicht aus Baumwolle und natürlich sollten die Hände jedes Mal nach der Verwendung von Handschuhen gründlich gewaschen werden. Damit hieraus nicht wieder Allergien entstehen, empfiehlt sich die Nutzung neutrale Waschlotionen ohne Farb- oder Duftstoffe und die Kombination mit natürlichen Feuchtigkeitsspendern. Aloe vera ist hier ebenso geeignet wie Allantoin, Panthenol oder Vitamin E. Für schnelle Abhilfe gegen Juckreiz sorgen Salben mit Cortison, doch ist dieser Wirkstoff nicht ohne Tücken und Nebenwirkungen, weswegen von einer dauerhaften Verwendung abzuraten ist.  
  &amp;nbsp;  
  Handschuh-Allergie und das STOP-Prinzip  
  Im Arbeitsschutz ist vielfach vom sogenannten STOP-Prinzip die Rede, das sich auch im Kontext einer Handschuh Allergie bewährt hat. Der Begriff steht für die Anfangsbuchstaben S, T, O und P und die dahinterstehenden vier Schritte.  
  Punkt eins ist die Substitution, d.h. das sofortige Auswechseln der Einmalhandschuhe und das Ersetzen von Latex durch Nitril, PVC oder Vinyl. Punkt zwei (Technische Schutzmaßnahmen) ist die Minimierung der Belastung mit dem Stoff und der Verzicht auf Duftstoffe und natürlich auf Puder. Im dritten Schritt geht es um organisatorische Schutzmaßnahmen und somit das Erstellen von Datenblättern zu den Allergenen und Symptomen sowie die Durchführung von Schulungen und das Erstellen eines Hygieneplans für die Praxis bzw. den Arbeitsbereich, in dem mit Handschuhen gearbeitet wird. Zuletzt dürfen auch die persönlichen Schutzmaßnahmen nicht fehlen und bestehen in den bereits gegebenen Tipps zur Handpflege.  
  &amp;nbsp;  
  Weitere Kriterien für die Auswahl von Einmalhandschuhen  
  Zuletzt stellt die Verträglichkeit immer nur einen Aspekt bei der Auswahl passender Handschuhe dar. Komfort beim Tragen, Sicherheit und auch der AQL-Wert für das „Acceptable Quality Level“ sollten Berücksichtigung finden. Auf diese Weise steht am Ende des Tages ein perfekt angepasstes Produkt und die Möglichkeit, gleichermaßen Schutz zu ermöglichen und Allergien und deren Symptome zu vermeiden. Dies gilt sowohl für Arbeitgeber als auch für diejenigen, die Handschuhe in Eigenregie besorgen.  
                ]]>
            </content>

                            <updated>2023-06-18T00:30:00+02:00</updated>
                    </entry>

    
    
        <entry>
            <title type="text">Handschuhgröße ermitteln – so wird es gemacht</title>
            <id>https://hygiene-gmi.de/einmalhandschuhe-groesse/</id>
            <link href="https://hygiene-gmi.de/einmalhandschuhe-groesse/"/>
            <summary type="html">
                <![CDATA[
                
                                            Die Handschuhgröße ermitteln, ist meist der erste Schritt zu perfekten Arbeitsbedingungen. Das liegt daran, dass Rechtshänder und Linkshänder unterschiedliche Handschuhe tragen und zwischen Damenumfang und Herrenumfang zum Teil erhebliche Unterschiede im Handumfang existieren. 
                                        ]]>
            </summary>
            <content type="html">
                <![CDATA[
                  Die Handschuhgröße ermitteln, ist meist der erste Schritt zu perfekten Arbeitsbedingungen. Das liegt daran, dass Rechtshänder und Linkshänder unterschiedliche Handschuhe tragen und zwischen Damenumfang und Herrenumfang zum Teil erhebliche Unterschiede im Handumfang existieren. Dem wird aber nur selten Rechnung getragen, weshalb Handschuhe nicht richtig sitzen und unbequem sind. Ändern lässt sich dies durch eine Größentabelle und die richtige Anleitung zum Handlänge messen bzw. zur Ermittlung des Umfangs.  
  &amp;nbsp;  
  Warum sollte ich die Handschuhgröße ermitteln?  
  Auf den ersten Blick klingt es wie ein Luxusproblem. Warum sollten Handumfang und Handlänge gemessen werden, wenn es sich doch „nur“ um das Tragen eines Einweghandschuhs geht? Fakt ist aber, dass das Arbeiten in Laboren und im medizinischen Bereich hohe Präzision erfordert. Wenn hierbei nicht alle Arbeitsbedingungen stimmen, bedeutet dies auch Abstriche in der Qualität der Arbeit. Zu bedenken ist zudem, dass Einweghandschuhe überwiegend während des gesamten Arbeitstages und somit rund acht Stunden täglich getragen werden. Für Kompromisse gibt es daher keine Veranlassung, zumal Produkte in allen Größen auf dem Markt sind.  
  &amp;nbsp;  
  Was passiert, wenn Umfang und Länge der Hand nicht zu den Handschuhen passen?  
  Notfalls lassen sich selbstverständlich sowohl zu große als auch zu kleine Einweghandschuhe über die Hände ziehen. Sowohl Produkte aus Latex als auch aus Nitril sind elastisch und dehnen sich aus. Sind die Handschuhe allerdings zu klein, so ist dies unangenehm und kann auch Kontaktallergien begünstigen. Umgekehrt sind zu große Handschuhe zwar gut zu tragen, lassen aber in puncto Tastempfinden zu wünschen übrig. Mit anderen Worten kann die Arbeit nicht in der gewohnten Qualität ausgeführt werden.  
  &amp;nbsp;  
  Handschuhgröße ermitteln – so wird es gemacht  
  Wer seine Handschuhgröße ermitteln möchte, benötigt lediglich ein Maßband oder ein Stück Schnur. Wer ein Maßband hat, spart sich einen Schritt und muss nicht die genau bemessene Schnur gegen einen Zollstock oder ein Lineal halten, weshalb diese Variante die praktischere ist. Für die Passform ist der Umfang der Hand ausschlaggebend und dieser wird naturgemäß an der breitesten Stelle der Hand gemessen. Meist befindet sich diese im Bereich der Fingerknöchel, was jedoch variieren kann. Der Daumen wird nicht in die Messung einbezogen. Das Maßband soll eng an der Hand anliegen, aber nicht einschneiden oder zu stark drücken. Wer einen Faden oder eine Schnur benutzt, geht identisch vor und ermittelt den Wert, indem das Fadenstück mit Lineal oder Zollstock nachgemessen wird.  
  &amp;nbsp;  
  Wichtig: Handschuhgröße ermitteln ist bei Aufnahme einer Tätigkeit im medizinischen Bereich unabdingbar, lohnt sich aber auch für Reinigungskräfte. Die Arbeitsbedingungen sind mit den perfekten Handschuhen schlichtweg besser und die Kosten in der Anschaffung unterscheiden sich meist nur bei besonders großen Größen.  
  &amp;nbsp;  
  Wie funktioniert die Handschuh-Größentabelle?  
  Mit dem ermittelten Maß für den Handumfang in cm lassen sich die passenden Größen des Handschuhs herausfinden. In aller Regel liegt der Umfang zwischen 18 und 22 Zentimeter und die Größen entsprechen Werten zwischen 5.5 und 10 bei sterilen OP-Handschuhen bzw. zwischen XS und XL bei unsterilen Einweghandschuhen. Auch hier gilt, dass Variationen möglich sind. Jeder Zentimeter hat seine Entsprechung in einer Größe, sodass beispielsweise eine 19,3 cm zu einer Handschuhgröße von 7.5 oder M führt und 21,6 laut Tabelle zwischen 8.5 und 9 liegt und der L entspricht.  
  &amp;nbsp;  
  Existieren Unterschiede für Rechtshänder und Linkshänder?  
  Wer klassische Handschuhe kauft, wird Unterschiede zwischen Produkten für Rechts- und Linkshänder feststellen. Einweghandschuhe oder Laborhandschuhe sind jedoch so gefertigt, dass dies keine Rolle spielt.  
  &amp;nbsp;  
  Einweghandschuhe für Damen und Herren  
  Die Handschuhgrößen der meisten Einweghandschuhe sind Unisex-Angaben und gelten somit sowohl für Frauen als auch für Männer. Hier und da existieren jedoch Ausnahmen, wobei es in der Qualität und der Verarbeitung keinerlei Unterschied macht, welches Produkt genutzt wird. In einer Größentabelle werden unterschiedliche Einstufungen ohnehin vermerkt und das Messen ist ebenfalls identisch. Eine jeweilige Größentabelle für Damen oder Herren ist folglich überflüssig.  
  &amp;nbsp;  
  Welche Rolle spielen Fingerdurchmesser und Handlänge?  
  Beim Handschuhgröße ermitteln geht es einzig und allein um den Handumfang und auch die Größentabelle orientiert sich an diesem Wert. Doch was tun, wenn der Fingerdurchmesser zu groß ist oder die Handlänge nicht dem Umfang entspricht?&amp;nbsp; Auch hierfür existiert eine Lösung bzw. existieren eine Reihe guter Tipps, dank denen jeder Handschuhe passend gemacht wird. Bei besonders kleinen Händen eignet sich ein Blick auf Damengrößen oder sogar Produkte für Kinder, die ebenfalls auf dem Markt angeboten werden.  
  Grundsätzlich gilt, dass bei einer großen Handlänge ein größerer Wert gewählt und dabei ein etwas weiterer Schnitt der Handschuhe hingenommen werden sollte. Selbiges gilt für die Fingerdurchmesser, denn zu enge Handschuhe schnüren im schlimmsten Fall die Finger ab und sind sehr unbequem. Andererseits muss die Motorik stimmen, d.h. im Zweifelsfall sind verschiedene Handschuhe auszuprobieren und Erfahrungen zu sammeln.  
  Gepuderte Handschuhe sind meist leichter an- und auszuziehen, doch besteht hier das Risiko von Allergien. Für Latex gilt dasselbe: Der Tragekomfort ist hoch, aber es besteht ein Allergierisiko. Wer dies berücksichtigt, ist jedoch auf der sicheren Seite.  
  &amp;nbsp;  
                ]]>
            </content>

                            <updated>2023-06-18T00:30:00+02:00</updated>
                    </entry>

    
    
        <entry>
            <title type="text">Die Europäische Norm DIN EN 455 erklärt</title>
            <id>https://hygiene-gmi.de/din-en-455/</id>
            <link href="https://hygiene-gmi.de/din-en-455/"/>
            <summary type="html">
                <![CDATA[
                
                                            Die DIN EN 455 klärt, in welchen Situationen Einmalhandschuhe geeignet sind. Vor allem im medizinischen Bereich ist diese Frage von entscheidender Bedeutung und vor dem täglichen Gebrauch sollte unbedingt eine Überprüfung der Dichtheit erfolgen.
                                        ]]>
            </summary>
            <content type="html">
                <![CDATA[
                  Die DIN EN 455 klärt, in welchen Situationen Einmalhandschuhe geeignet sind. Vor allem im medizinischen Bereich ist diese Frage von entscheidender Bedeutung und vor dem täglichen Gebrauch sollte unbedingt eine Überprüfung der Dichtheit erfolgen. Darüber hinaus existiert eine Kennzeichnung, bei der mit einem Symbol Aufschluss über den Verwendungszweck gegeben wird. Die Industrienorm ist für die Nutzung im medizinischen Kontext vorgeschrieben und nur, wenn allen einzelnen&amp;nbsp; genügt wird, gelangt ein Einweghandschuh in den Verkauf.  
  &amp;nbsp;  
  Was beinhaltet die EN 455 Kennzeichnung?  
  Vereinfacht ausgedrückt, stellt DIN-Norm EN 455 die Norm für medizinische Handschuhe zum einmaligen Gebrauch dar. Wichtig ist dabei die Konformität zur Medizinprodukte-Richtlinie 93/42/EWG bzw. der Medical Device Directive (MDD) oder auch Directive 93/42/EEC. Diese wurde zuletzt im Jahr 2007 auf den neuesten Stand gebracht, weshalb auch von der Verordnung (EU) 2017/745 über Medizinprodukte die Rede ist. In Deutschland gilt analog die Medizinprodukte-Verordnung bzw. seit 2021 nach und nach das neu eingeführte Medizinproduktrecht-Durchführungsgesetz (MPDG).  
  Auf den ersten Blick scheint eine regelrechte Vielfalt an Verordnungen zu existieren, doch erscheint vor allem die DIN EN 455 sinnvoll, da hier mit einheitlichen Testverfahren gearbeitet wird. Wer einen entsprechend gekennzeichneten Handschuh nutzt, ist auf der sicheren Seite.  
  Die Norm selber existiert in der aktuellen Form seit 1994 und wurde sowohl im Jahr 2000 als auch 2020 überarbeitet und auf den neuesten Stand gebracht. Erstellt wurde die genaue Regelung vom technischen Komitee CEN/TC 205 &quot;Nicht aktive Medizinprodukte&quot; und ihre Entsprechung findet sie in der ICS (International Classification of Standards) unter der Ziffer 11.140 für „Hospital equipment Including hospital beds, surgical tables, medical garments, medical gloves, containers for sharp disposal, etc.“.  
  &amp;nbsp;  
  Für welchen Bereich besitzt DIN EN 455 Gültigkeit?&amp;nbsp;  
  Zu beachten ist, dass DIN-Norm EN 455 ausschließlich Einmalhandschuhe für den medizinischen Bereich unter die Lupe nimmt. Im Gebrauch handelt es sich beispielsweise um Untersuchungshandschuhe, die nach der einmaligen Verwendung weggeworfen werden müssen. Werden Handschuhe hingegen von Reinigungskräften genutzt oder kommen diese im Lebensmittelsektor zum Einsatz, ist die Norm nicht von Relevanz bzw. gelten andere Vorgaben. Fakt ist allerdings, dass ein Genügen der Testverfahren nach DIN-Norm EN 455 auch in anderen Kontexten einen hohen Qualitätsstandard definiert und daher als eine Art Gütesiegel angesehen werden kann.  
  Zu unterscheiden ist im medizinischen Bereich zwischen einem echten Medizinprodukt und der persönlichen Schutzausrüstung, wobei auch beiden Zwecken gleichzeitig genügt werden kann. Der Unterschied liegt auf der Hand: Ein Medizinprodukt sind beispielsweise OP-Handschuhe oder auch Untersuchungshandschuhe und auch Handschuhe in Erste-Hilfe-Kästen sowie von Rettungsdiensten entsprechen Norm EN 455.  
  &amp;nbsp;  
  In welche Bereiche ist die DIN EN 455 unterteilt?&amp;nbsp;   
  Die Norm wird in vier Teile unterteilt, die allesamt einer Überprüfung unterzogen werden und klare Vorgaben enthalten. Im Einzelnen lauten die Kriterien: EN 455 1 für die Dichtheit, EN 455 2 für die physikalischen Eigenschaften, EN 455 3 für die biologische Bewertung sowie EN 455 4 zur Bestimmung der Mindesthaltbarkeit. Nur, wenn alle Bereich die Testverfahren erfolgreich absolviert haben, wird die begehrte Kennzeichnung vergeben.  
  &amp;nbsp;  
  Die Norm EN 455-1: Dichtigkeit&amp;nbsp;    
  DIN-Norm EN 455-1 bezieht sich auf die Dichtheit von Einmalhandschuhen und wird durch das Befüllen mit Wasser festgestellt. Das Testverfahren arbeitet mit Stichproben, bei denen jeweils ein Liter Wasser in einer Temperatur zwischen 15 °C und 35 °C für zwei bis drei Minuten in die Handschuhe gefüllt wird. Handelt es sich um besonders kleine Größen, ist auch das Befüllen mit einem niedrigeren Volumen möglich.  
  Die Dichtheitsprüfung erfolgt in zwei Durchgängen, wobei der gesamte Einweghandschuh mit Ausnahme des vier Zentimeter langen Stulpenrandes in Augenschein genommen wird. Letzterer ist deshalb nicht relevant, weil die Handgelenke bzw. das Ende des Handschuhs ohnehin nicht mit einer potenziell kontaminierten Substanz in Berührung kommen.  
  Die Vorgabe sieht vor, dass keinerlei Wassermoleküle austreten, was sowohl unmittelbar nach dem Befüllen als auch nach einigen Minuten der Fall sein muss. Für die Dichtheit wird ein Acceptable Quality Level bzw. ein AQL Wert von 1,5 angesetzt. Dieser Wert muss erreicht sein, was ebenfalls überprüft wird.&amp;nbsp;  
  Das A-Q Level bzw. der AQL Wert stammt aus dem Qualitätsmanagement. 1,5 bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit kleiner Lecks oder Beschädigungen maximal 1,5 Prozent betragen darf, was allerdings in der Praxis deutlich unterschritten wird. Mit anderen Worten übertreffen die auf dem Markt angebotenen Einweghandschuhe die Grenzwerte nach EN 455 1 problemlos und sind noch deutlich sicherer.  
  &amp;nbsp;  
  EN 455-2: Prüfen der Maße&amp;nbsp;   
  Wird nach EN 455 2 überprüft, muss die Überprüfung von mindestens 13 Handschuhen pro Charge durchgeführt werden. Die Testverfahren sind klar und was als „physikalische Eigenschaften“ definiert ist, betrifft die Maße und die Reißkraft. Bei den Maßen ist ganz konkret die Größe gefragt, die einheitlich definiert ist. Wer sich für unsterile Einmalhandschuhe in „XS“ entscheidet, erhält ein Produkt mit maximal 240 Millimeter Länge und 80 Millimeter Breite. Hinsichtlich der Länge bleiben die Vorgaben auch bei größeren Größen konstant, die Breite jedoch variiert und beläuft sich bei der größten Größe „XL“ auf mindestens 110 Millimeter. Zu beachten ist dabei, dass die meisten getesteten Handschuhe aus elastischem Material wie Nitril oder Latex sind und somit ganz sicher die passende Größe gefunden wird.  
  Sterile Einmalhandschuhe folgen anderen Größentabellen, wobei das Prinzip identisch ist. Der niedrigste Wert ist die Größe 5 mit mindestens 250 Millimeter Länge und einer Breite von 67 Millimeter. Die Toleranz für die Breite liegt sowohl hier, wie bei den anderen Größen bei plus minus vier Millimeter und bei der größten Größe 9,5 sind es 121 Millimeter. Unterschieden wird hier auch nach Länge, wobei im Maximum ein Wert von mehr als 280 Millimeter zu Buche schlägt.  
  Die Messverfahren sind selbstverständlich einheitlich und sehen vor, dass der Handschuh nicht gedehnt werden darf und an der Mitte des Daumens angesetzt wird. Die Länge hingegen wird von der Spitze des Mittelfingers bis zum unteren Rand der Hand gemessen.  
  &amp;nbsp;  
  EN 455-2: Reißkraft und Kennzeichnungen&amp;nbsp;  
  Für den Gebrauch aller Einmalhandschuhe ist auch deren Reißkraft relevant. Diese wird in Newton gemessen und die Überprüfung erfolgt sowohl bei Zimmertemperatur als auch bei einer Temperatur zwischen 68 °C bis 72 °C. OP-Handschuhe müssen mindestens neun Newton aushalten, Untersuchungshandschuhe je nach Einstufung einen Wert von sechs oder 3,6 Newton.  
  Zuletzt wird in EN 455-2 auch die Kennzeichnung vorgeschrieben. Bei jedem Einmalhandschuh muss mindestens auf der Verpackung oder sogar auf dem Handschuh das Datum der Produktion aufgedruckt sein. Die Rede ist dabei von dem Tag, an dem der betreffende Handschuh verpackt wurde und somit vom Verpackungsdatum.  
  &amp;nbsp;  
  EN 455-3: Allergische und toxische Stoffe&amp;nbsp;   
  Damit auch Allergiker auf der sicheren Seite sind, enthält EN 455-3 Testverfahren und Grenzwerte für Endotoxine, Puder, Chemikalien und herauslösbare Proteine. Auch hier kann nur mit Stichproben gearbeitet werden, da ein Handschuh nach der Überprüfung nicht mehr nutzbar ist und entsorgt werden muss.  
  Bei den Chemikalien wird das Pudern mit Talkum bzw. Magnesiumsilikat untersagt und die Hersteller müssen eine Liste mit potenziell gesundheitsgefährdenden Stoffen im Rahmen des Herstellungsprozesses vorlegen. Wichtig ist, dass nur dann vom Fehlen eines chemischen Stoffs gesprochen werden darf, wenn dieser zu keinem Zeitpunkt an der Herstellung beteiligt war.  
  Endotoxine dürfen nach Stichproben nur in niedrigen Dosierungen von maximal 20 Einheiten pro Paar vorhanden sein, wobei pro Charge bis zu drei Prozent der Handschuhe auf dem Prüfstand stehen. Der Maximalwert pro Charge ist allerdings auf zehn Handschuhpaare begrenzt, um die Tests nicht ausufern zu lassen.  
  Zuletzt betrifft EN 455-3 auch das enthaltene Puder, wobei interessanterweise auch in puderfreien Produkten bis zu zwei Milligramm vorhanden sein dürfen. Gepuderte Einweghandschuhe, die im medizinischen Kontext nicht mehr zugelassen sind, dürfen zwischen zwei und zehn Milligramm enthalten, wobei die Hersteller angewiesen sind, im Fall von Latex die herauslösbaren Proteine möglichst gering zu halten.  
  &amp;nbsp;  
  EN 455-3: Die richtige Kennzeichnung  
  Auch EN 455-3 beinhaltet die Verpflichtung zur Kennzeichnung. In diesem Fall geht es um Latex, auf das hingewiesen werden muss. Auch darf ein Handschuh mit Latex naturgemäß nicht als Hypoallergen verkauft werden und es muss ein Hinweis auf gepuderte oder puderfreie Handschuhe erfolgen. In der Praxis ist ohnehin dazu zu raten, ganz auf Puder zu verzichten, um das Risiko unerwünschter Gewebereaktionen, beispielsweise im Rahmen einer OP, zu minimieren.  
  &amp;nbsp;  
  EN 455-4: Haltbarkeit&amp;nbsp;   
  Zuletzt nimmt EN 455-4 auf die Haltbarkeit der Einweghandschuhe Bezug. Im Regelfall ist hier von fünf Jahren nach Produktionsdatum auszugehen, was auch durch unterschiedliche Testverfahren ermittelt werden kann. Die Alterung wird zu diesem Zweck in einem Ofen simuliert und nach dem Effekt von rund drei Jahren (künstlichem) Alterungsprozess werden die Prüfverfahren entsprechend EN 455 1 und EN 455 2 durchgeführt. Des Weiteren finden auch Tests mit Handschuhen im Alter von fünf Jahren statt und auch die Verpackungen gelangen auf den Prüfstand. Natürlich muss auch auf die sach- und fachgerechte Lagerung hingewiesen werden, was unter anderem einen bestimmten Temperaturbereich vorgibt, direkte Sonneneinstrahlung oder Feuchtigkeit verbietet und von geschlossenen Boxen ausgeht.  
  &amp;nbsp;  
  Worin unterscheiden sich EN 455 und EN 374?  
  Nicht zu verwechseln ist die EN 455 mit der EN 374, wenngleich beide Industrie-Normen Handschuhe betreffen. EN 374 betrifft die Anforderungen von Chemikalienhandschuhe bzw. Schutzhandschuhe für den Umgang mit chemischen Substanzen. Hier werden in Testverfahren unterschiedliche Typen ermittelt, wobei Typ A gegenüber Typ B und Typ C den weitreichendsten Schutz verspricht.&amp;nbsp; Zu den Prüfchemikalien gehören Methanol, Aceton, Schwefelsäure, Salpetersäure, Wasserstoffperoxid und einige andere Substanzen.  
  &amp;nbsp;  
  Wo findet sich der Hinweis auf EN 455?  
  Wer Einmalhandschuhe kauft, sollte unbedingt auf den Hinweis auf EN 455 achten. Im Bereich der Medizin ist dieser ohnehin vorgeschrieben, doch eignen sich die meisten medizinischen Handschuhe auch in anderen Einsatzgebieten. Weitere Testverfahren betreffen die Lebensmitteltauglichkeit, sofern die Handschuhe in einer Küche oder einem lebensmittelverarbeitenden Betrieb genutzt werden sowie die Beständigkeit gegenüber Chemikalien ggf. nach EN 374.  
  Für den Einsatz im Reinigungsbereich sind die Vorgaben nicht so streng, wenngleich auch hier die Konformität mit EN 374 keinen Nachteil darstellt. Die Lebensmittelbranche hingegen, hat eigene Vorgaben, die durch Piktogramme deutlich werden. Relevant sind hier die Verordnung 1935/2004/EG (Rahmenverordnung für Lebensmittelkontakt) in Kombination mit EU Verordnung 10/2011 (Richtlinie für Kunststoffe mit Lebensmittelkontakt) und auch ein HACCP-Konzept muss vorgelegt werden. Zuletzt gelten im Fall von persönlicher Schutzausrüstung die Vorgaben im Einklang mit PSA; EU-Richtlinie 89/686/EG.  
  &amp;nbsp;  
                ]]>
            </content>

                            <updated>2023-06-18T00:30:00+02:00</updated>
                    </entry>

    
    
        <entry>
            <title type="text">Nitril oder Latex … oder Vinyl</title>
            <id>https://hygiene-gmi.de/nitril-oder-latex/</id>
            <link href="https://hygiene-gmi.de/nitril-oder-latex/"/>
            <summary type="html">
                <![CDATA[
                
                                            Wer sich mit Einmalhandschuhen befasst, steht vor der wichtigen Entscheidung nach dem Material. Üblicherweise handelt es sich um Latex Handschuhe, doch eignen sich auch Nitril Handschuhe und manche Menschen schwören auf die günstigen Vinyl Handschuhe.
                                        ]]>
            </summary>
            <content type="html">
                <![CDATA[
                 Wer sich mit Einmalhandschuhen befasst, steht vor der wichtigen Entscheidung nach dem Material. Üblicherweise handelt es sich um Latex Handschuhe, doch eignen sich auch Nitril Handschuhe und manche Menschen schwören auf die günstigen Vinyl Handschuhe. Alles dasselbe? Mitnichten, denn die einzelnen Materialien zeigen deutlich unterschiedliche Eigenschaften und bieten je nach Einsatz einzigartige Vor- und Nachteile. Welches dies sind, lässt sich durch einen Vergleich herausfinden. 
 &amp;nbsp; 
 Was sind Latex Handschuhe? 
 Zunächst einmal der vermeintliche „Klassiker“ und das sind die Latexhandschuhe. Das Material wurde bereits von den Maya und somit in der Antike genutzt und hat sich bis in die heutige Zeit bewährt. Latex ist ein Produkt aus Naturkautschuk und wird aus der Milch des Kautschukbaums (Hevea brasiliensis) gewonnen. Mancherorts ist auch vom Gummibaum die Rede und in der Tat ist Latex eine ähnliche Substanz wie Gummi bzw. eng verwandt. 
 Die Portugiesen waren im 15. Jahrhundert die Ersten, die die Nutzung von Kautschuk vorantrieben und mit der Erfindung der Vulkanisation und der erstmaligen Herstellung von Gummi im Jahr 1839 setzte ein regelrechter Boom ein. 
 Der Naturkautschuk wird nach der Ernte in Kombination mit Schwefel erhitzt, was als Vulkanisation bezeichnet wird. Es entsteht das typische dünne und dehnbare Material, das sich durch viele positive Eigenschaften auszeichnet. Die Qualität ist vor allem durch Reißfestigkeit gekennzeichnet und nicht umsonst sind Latex Handschuhe in den meisten Bereichen überlegen. Hinzu kommt der herausragende Tragekomfort und die hohe Beständigkeit. 
 Der Nachteil ist allerdings gewichtig und sorgt dafür, dass immer mehr auch auf Nitril und Vinyl gesetzt wird. Latex bzw. das darin enthaltene Latexprotein kann Allergien auslösen. Bei rund zehn Prozent der Personen, die regelmäßig Handschuhe aus Naturlatex tragen, wird eine Kontaktallergie verzeichnet und im schlimmsten Fall können auch Magen Darm Probleme oder Atemnot auftreten. Wann immer dies der Fall ist, muss auf Latex verzichtet werden, denn Therapien wurden aktuell noch nicht gefunden. Behandeln lassen sich einzig und allein die Erscheinungen der Allergie, nicht deren Ursachen. 
 &amp;nbsp; 
 Nitril Handschuhe als Alternative 
 Wenn Latex nicht infrage kommt, sind vielfach Nitril Handschuhe am Zug. Wohlgemerkt: auch hier handelt es sich um eine Form des Kautschuks und nicht umsonst ist auch von NBR-Kautschuk die Rede. Dies kommt dadurch zustande, dass Nitril Handschuhe aus einem synthetischen Kautschuk-Copolymer und somit aus synthetisch produziertem Gummi bestehen. 
 Die Nitril-Polymere sind in ihren Eigenschaften enge Verwandte des Naturkautschuks und chemisch hochbeständig. Der Vorteil liegt ganz klar darin, dass nicht dieselben allergieauslösenden Substanzen enthalten sind und somit weniger Probleme beim Tragen auftreten. Nachteile können sich allerdings aufgrund der enthaltenen Chemikalien ergeben, die ebenfalls Hautreizungen auslösen können. 
 Handschuhe aus Acrylnitril-Butadien-Kautschuk bzw. Nitril Handschuhe werden mit den Vulkanisaten des Kautschuks produziert. Diese Möglichkeit existiert seit 1930 und natürlich wird das Verfahren auch für die Produktion von Schläuchen, Dichtungsringen, Gummibändern und vielem mehr genutzt. Die Herstellung ist deutlich günstiger als die von Latex, die Festigkeit ist bei Nitril Handschuhen zudem noch ein Stück größer. 
 &amp;nbsp; 
 &amp;nbsp; 
 Kostenvorteil von Vinylhandschuhen 
 Wenn der Preis im Vordergrund steht, bieten sowohl Latexhandschuhe als auch das Pendant aus Nitril Nachteile. Günstiger sind Vinylhandschuhe, die allerdings keine so gute Qualität bieten. Die Eigenschaften sind unterschiedlich, denn Vinyl ist ein thermoplastisches Polymer und enthält Weichmacher und somit weitere chemische Substanzen. Mancherorts ist auch von PVC die Rede, was die Abkürzung für Polyvinylchlorid darstellt. 
 Vinyl Handschuhe werden vor allem in der Pflege eingesetzt und sind perfekt für den kurzen Kontakt. Es handelt sich um Einmalhandschuhe im besten Sinne des Wortes. Der Einsatz eignet sich zudem in den eigenen vier Wänden sowie in Friseur- und Kosmetiksalons. Es existieren allerdings klare Einschränkungen, beispielsweise im Verbot, Fette zu berühren bzw. im Lebensmittelbereich mit fettigen Substanzen zu hantieren. 
 &amp;nbsp; 
 Welche Einmalhandschuhe für welchen Einsatz? 
 Latex Handschuhe, Nitril Handschuhe oder auch Vinyl Handschuhe sind allesamt gängige Produkte und haben alle ihre eigene Qualität. Der Unterschied liegt in den Eigenschaften und im Einsatz, wobei sich nicht pauschal beantworten lässt, welches Material das Beste ist. 
 In puncto Beständigkeit und Qualität haben eindeutig Naturkautschuk und Nitril die Nase vorn, was sich aber auch im etwas höheren Preis widerspiegelt. Ein kleiner Unterschied liegt in den Farben, die bei Vinyl Handschuhen nicht umsetzbar sind, wohl aber bei Latex und Nitril. In früheren Zeiten waren Nitrilhandschuhe stets blau, mittlerweile sind auch bunte Ausführungen erhältlich. Es ist allerdings zu beachten, dass in der Lebensmittelindustrie weiterhin Blau die Farbe der Wahl ist. Bei Latex war über viele Jahre vor allem die naturfarbene Ausführung die Regel, doch hat sich auch dies verändert. Werden die Handschuhe beispielsweise in direktem Kundenkontakt in Kosmetik- oder Tattoostudios getragen, ist auch das „Branding“ und das Nutzen von Pink, Lila oder Schwarz denkbar. 
 Die unterschiedlichen Eigenschaften spiegeln sich allerdings auch im Einsatz wider. Komfort, Dehnbarkeit, Reißfestigkeit – all diese Qualitätsfaktoren gehen eindeutig an Latex und Nitril als Material. In puncto Hautfreundlichkeit sind Latex Handschuhe allerdings klar das Schlusslicht, denn es können Allergien ausgelöst werden. Dafür sind Latex und Nitril geruchlos, Vinyl ist es nicht. 
 Im Umgang mit Laugen, Alkoholen und Säuren sind Nitril Handschuhe durchweg top, während Latex und Vinyl leichte Nachteile aufweisen. Beim Schutz gegen Bakterien und Viren sind die Eigenschaften hingegen gleichermaßen herausragend. Zuletzt spielt auch der Umweltschutz eine Rolle und da ist die Nutzung von Latexhandschuhen besser als die von einem künstlichen Handschuh. Das Material ist biologisch abbaubar, was weder auf Nitril noch auf Vinyl zutrifft. 
 Zuletzt eignen sich in medizinischen Bereichen nahezu immer Nitril- und Latexhandschuhe, während Vinyl nicht der Norm DIN EN 455 entspricht und somit ausfällt. 
                ]]>
            </content>

                            <updated>2023-06-18T00:30:00+02:00</updated>
                    </entry>

    
    
        <entry>
            <title type="text">Latex Allergie Ursachen und Therapie</title>
            <id>https://hygiene-gmi.de/latex-allergie-symptome/</id>
            <link href="https://hygiene-gmi.de/latex-allergie-symptome/"/>
            <summary type="html">
                <![CDATA[
                
                                            Eine Latexallergie kommt laut Statistiken vor allem bei Personen mit Arbeitsplatz im medizinischen Sektor, Pflegebereich oder in der Reinigungsbranche vor. Wann immer mit Schutzhandschuhen gearbeitet wird, kann das Phänomen auftreten und sich unter anderem in Magen-Darm-Beschw...
                                        ]]>
            </summary>
            <content type="html">
                <![CDATA[
                  Eine Latexallergie kommt laut Statistiken vor allem bei Personen mit Arbeitsplatz im medizinischen Sektor, Pflegebereich oder in der Reinigungsbranche vor. Wann immer mit Schutzhandschuhen gearbeitet wird, kann das Phänomen auftreten und sich unter anderem in Magen-Darm-Beschwerden widerspiegeln. Die Zahlen der Betroffenen rangieren zwischen 2,7 und 18 Prozent – je nach Erhebung und erfordern den Wechsel der Handschuhe und das Setzen auf ein anderes Material. Ansonsten kann es bei Berührung zu einer Kontaktallergie kommen und auch das Immunsystem wird in Mitleidenschaft gezogen. Aus diesem Grund handelt es sich um ein ernst zu nehmendes Thema, das allerdings gut behandelt werden kann.  
  &amp;nbsp;  
  Was ist eine Latex Allergie?  
  Erstmals im medizinischen Kontext erwähnt, wurde die Latexallergie im Jahr 1927. Bis zu einer validen Diagnose in diesem Bereich dauerte es allerdings bis 1979, wobei seinerzeit ein Prick Test ausschlaggebend war. Wohlgemerkt: die Rede ist von einer Allergie gegen Naturkautschuk oder noch genauer: gegen die dort enthaltenen Latexproteine.  
  Wie der Name bereits sagt, tritt die Latex Allergie immer dann auf, wenn mit der Substanz in Berührung gelangt wird. Gepuderte Handschuhe, die allerdings nicht mehr im medizinischen Kontext verwendet werden dürfen, lösen auch in der Atemluft Allergene aus, sodass nicht nur die Berührung ausschlaggebend ist.  
  Naturlatex bietet allerdings den großen Vorteil gleichzeitiger Flexibilität und Stabilität und ist daher für Einmalhandschuhe beliebt. Geerntet wird der Kautschuk als Milchsaft des Kautschukbaums, der durch das Verfahren der Vulkanisation die typische Struktur erhält.  
  &amp;nbsp;  
  Welche Symptome zeigen sich bei einer Latex Allergie?  
  Um Symptome einer Latexallergie festzustellen, existieren eine Reihe von Anzeichen. In den meisten Fällen ist von einer Kontaktallergie auszugehen, d.h. die Symptome zeigen sich bereits kurz nach der Berührung von Latex Proteinen. Dass dabei vor allem die Hände im Fokus stehen, versteht sich aufgrund des Tragens von Handschuhen und dem direkten Kontakt von selbst.  
  Bei Berührung mit Latex reagiert das Immunsystem mit Ausschlag auf, der sowohl mit Rötungen oder Quaddeln auf der Haut einhergeht. Diese Erhebungen zeigen unterschiedliche Erscheinungsformen und bei starken Anzeichen bzw. einer starken Reaktion breiten sie sich auch in andere Körperregionen aus. Hinzu kommen gelegentlich Schwellungen der Schleimhäute an Nase und Augen, ein Fließschnupfen und sogar Magen-Darm-Beschwerden.  
  &amp;nbsp;  
  Welche Typen von Latexallergie existieren?  
  In der Forschung wird derzeit von 15 Allergenen in Naturlatex ausgegangen, doch kann sich dieser Wert noch steigern. Allgemein wird zwischen verschiedenen Formen oder Typen allergischer Reaktionen unterschieden, wobei insbesondere der Soforttyp (Typ I) und der zellvermittelte Typ IV relevant sind. Ersterer besagt, dass die Anzeichen unmittelbar nach Berührung eines Einweghandschuhs aus Latex auftreten, Typ IV wiederum, gilt als Spättyp Allergie und kann auch noch 72 Stunden später in Erscheinung treten. Dass es sich stets um eine Kontaktallergie handelt und die Latex Proteine verantwortlich sind, steht nach einem Prick Test fest.  
  &amp;nbsp;  
  Welche Kreuzallergien treten in Kombination mit einer Latexallergie auf?  
  Anzeichen, die auf eine Latexallergie schließen lassen, zeigen sich nicht nur bei Kontakt mit Naturlatex, sondern auch mit anderen pflanzlichen Substanzen auf. Aufgrund der Ähnlichkeiten der Latex Proteine ergeben sich sogenannte Kreuzallergien mit Zierpflanzen wie Weihnachtssternen, Birkenfeige oder auch Kakteen und Oleander, aber auch Maulbeer- und Gummibaum. All diese sollten möglichst nicht in der Wohnung vorhanden sein. Ebenfalls ergeben sich vereinzelt Probleme beim Verzehr von Kiwi, Avocado, Mango, Pfirsich und manchen tropischen Früchten. Wird eine Allergie gegen Latex diagnostiziert, erhalten betroffene Personen jedoch umfangreiche Informationen über den genauen Typ und die Risiken.  
  &amp;nbsp;  
  Wie wird die Allergie diagnostiziert und behandelt?  
  Sobald die ersten Anzeichen vorhanden sind, kann in einer Arztpraxis ein sogenannter Prick Test für Aufschluss sorgen. Zuvor wird das Blut untersucht und beim Prick Test wird ein Extrakt aus Naturlatex auf die Haut getröpfelt und die Haut ein klein wenig angeritzt, um die allergische Reaktion zu beobachten. Des Weiteren können auch Kreuzallergien auf diese Weise festgestellt und mithilfe eines Provokationstests die Intensität bestimmt werden.  
  Eine Möglichkeit der Therapie ist aktuell nicht bekannt und lediglich den Symptomen lässt sich durch Antihistaminika oder Cortison beikommen. Deswegen ist das Tragen von Naturlatex für Allergiker zu vermeiden und es sollte zu anderem Material für Einmalhandschuhe gegriffen werden.  
  &amp;nbsp;  
  Latexhandschuhe vermeiden – Nitril, PVC oder Vinyl nutzen!  
  Die Formel im Umgang mit einer Latex Allergie ist einfach und wirkungsvoll. Sobald eine entsprechende Diagnose vorliegt, sollten die Handschuhe gewechselt und auf Grundlagen des Materials, andere Stoffe&amp;nbsp; als von Latexprodukten gesetzt werden. Möglich ist beispielsweise Nitril, bei dem es sich um eine synthetische Substanz mit annähernd identischer Elastizität handelt. Handschuhe aus Nitril sind bequem zu tragen und passen sich der Form der Hände an. Erhältlich sind unterschiedliche Farben und Größen. Aufgrund der teilweise verwendeten Chemikalien während des Prozesses der Vulkanisation können allerdings ebenfalls Allergien auftreten.  
  Wenn dies der Fall ist, eignet sich eventuell Vinyl oder PVC. Beide Materialien sind gängig, wenn es um Einmalhandschuhe geht, bieten allerdings einen geringen Tragekomfort. Der Vorteil von Vinyl ist hingegen der günstige Preis. Ausprobieren kann sich lohnen.  
  &amp;nbsp;  
                ]]>
            </content>

                            <updated>2023-06-18T00:30:00+02:00</updated>
                    </entry>

    
    
        <entry>
            <title type="text">Farbsystem Reinigung – ein Plus an Hygiene</title>
            <id>https://hygiene-gmi.de/farbsystem-reinigung/</id>
            <link href="https://hygiene-gmi.de/farbsystem-reinigung/"/>
            <summary type="html">
                <![CDATA[
                
                                            Die Farb-System Reinigung bzw. das Vier Farben System ist einfach, aber hocheffizient. In der Reinigungsbranche, aber auch im medizinischen Bereich ist es mittlerweile weitverbreitet, dass für unterschiedliche Bereiche Reinigungstücher in unterschiedlichen Farben verwendet wer...
                                        ]]>
            </summary>
            <content type="html">
                <![CDATA[
                  Die Farb-System Reinigung bzw. das Vier Farben System ist einfach, aber hocheffizient. In der Reinigungsbranche, aber auch im medizinischen Bereich ist es mittlerweile weitverbreitet, dass für unterschiedliche Bereiche Reinigungstücher in unterschiedlichen Farben verwendet werden. Anhand eines klar definierten Systems werden die Bereiche Küche und Toilette voneinander getrennt und es findet keine Keimverschleppung statt. Die Bedeutung der Farben ist schnell erlernt und die Zuordnung ist allerorten dieselbe, sodass sich Reinigungskräfte umgehend zurechtfinden.  
  &amp;nbsp;  
  Wie funktioniert die Farb-System Reinigung?  
  Vier Farben, vier Reinigungstücher, vier Bereiche – auf diese einfache Formel lässt sich das Farbensystem der Reinigung bringen. Im Grunde werden dabei Aspekte berücksichtigt, die sich von selbst verstehen, denn wer putzt schon eine Oberfläche in der Küche mit demselben Lappen, wie die Toilette? Der Vorteil, den das Vier Farben System bietet, ist das Erkennen der richtigen Reinigungstücher auf den ersten Blick und das Verinnerlichen bestimmter Arbeitsroutinen. Vor allem im professionellen Bereich und somit in der Reinigungsbranche ist dies von Vorteil, denn so muss nicht darüber nachgedacht werden, welcher Lappen wann und wo bereits eingesetzt wurde.  
  &amp;nbsp;  
  Warum sollten unterschiedliche Reinigungstücher genutzt werden?  
  Doch warum ist die Nutzung unterschiedlicher Tücher so wichtig? Die Frage lässt sich gleich auf mehrerlei Ebenen beantworten. Da sind unter anderem die Reiniger, die für die Toilette oder Urinale andere Substanzen enthalten als für den Umgang mit Lebensmitteln. Ein WC-Reiniger ist deutlich schärfer als ein Spülmittel oder ein Allzweckreiniger und sollte nicht mit Arbeitsflächen in der Küche in Berührung kommen. Umgekehrt eignen sich sanfte Reinigungsmittel nicht zum Entfernen von Urinstein oder anderen Verunreinigungen. In manchen Bereichen empfiehlt sich zudem die Desinfektion, was wiederum eine andere Herangehensweise und Anspruch erfordern als beim einfachen Abputzen.  
  Medizinisch betrachtet, geht es um die Gefahr der Keimverschleppung. Vor allem die Gebäudereinigung in Krankenhäusern stehen hier im Fokus, doch Fäkalbakterien kommen auch in der Gastronomie oder in Toiletten im privaten Bereich oder Büros vor. Diese Keime können unter anderem zu Durchfall und vielen anderen Erkrankungen führen, weshalb deren Aufnahme tunlichst zu vermeiden ist.  
  &amp;nbsp;  
  Das Vier Farben System einfach erklärt  
  Die Farben bei der Farbsystem Reinigung sind immer dieselben (rot, gelb, grün, blau) und spiegeln sich in den Reinigungstüchern wider. Die Signalfarbe Rot zeigt an, dass die Tücher lediglich für Toilette und Urinale verwendet werden darf und auch die Fliesen in den unmittelbar benachbarten Gebieten gesäubert werden dürfen. Gemeint sind die so genannten „Spritzbereiche“, in denen sich ebenfalls Bakterien ansiedeln. Werden mehrere Toiletten gesäubert, so empfiehlt sich der Wechsel des Tuchs und die Verwendung von jeweils frischen Tüchern. Gewaschen werden die roten Reinigungstücher bei 95°C, sofern dies möglich ist.  
  &amp;nbsp;  
  Ein gelbes Reinigungstuch ist ebenfalls dem Sanitärbereich zugeordnet, allerdings eher bei den Fliesen rund um das Waschbecken, die Badewanne und Dusche, aber auch Armaturen. Indem im Badezimmer mit unterschiedlichen Tüchern gearbeitet wird, gelangen keine Fäkalbakterien in die Umgebung der Körperpflege.  
  &amp;nbsp;  
  Blaue Putzlappen kommen außerhalb der Sanitärräume zum Einsatz. Dies kann einfaches Staubwischen ebenso sein wie das Feuchtwischen von Möbeln. Für blaue Tücher gelten entsprechend auch nicht so strenge Hygienevorschriften, da sie nicht in sensiblen Bereichen anzutreffen sind.  
  &amp;nbsp;  
  Anders sieht dies bei der Farbe Grün aus. Diese steht für Reinigung in der Küche oder auch im Pflegebereich und in Krankenhäusern und geht oftmals mit einer Desinfektion einher.  
  &amp;nbsp;  
  Nach welcher Methode arbeitet die Reinigungsbranche?  
  Neben der Verwendung unterschiedlicher Farben arbeitet die Reinigungsbranche auch mit dem häufigen Wechsel der Tücher sowie der Tuchfalt-Methode. Letztere gewährleistet, dass jede Fläche mit einer neuen Seite eines Reinigungstuchs angegangen wird.  
  &amp;nbsp;  
                ]]>
            </content>

                            <updated>2023-06-18T00:30:00+02:00</updated>
                    </entry>

    
    
        <entry>
            <title type="text">Unterschied zwischen Reinigung und Desinfektion erklärt</title>
            <id>https://hygiene-gmi.de/unterschied-zwischen-reinigung-desinfizieren/</id>
            <link href="https://hygiene-gmi.de/unterschied-zwischen-reinigung-desinfizieren/"/>
            <summary type="html">
                <![CDATA[
                
                                            Der Unterschied zwischen Reinigung und Desinfektion wird deutlich, wenn man sich die Methoden der Desinfektion ansieht, für die es Vorschriften und Normen gibt. Während &quot;Reinigung&quot; ein umgangssprachlicher Begriff ist, folgt die Desinfektion DIN-Normen.
                                        ]]>
            </summary>
            <content type="html">
                <![CDATA[
                  Der Reinigungs- und Desinfektionsunterschied ist enorm, wird jedoch nicht allerorten genau verstanden bzw. berücksichtigt. Dabei lassen sich die einzelnen Aspekte ziemlich genau benennen und erst in der Kombination wird auch ein hoher Hygienestandard erreicht. Zu unterscheiden ist nicht nur zwischen Reinigung und Desinfektion, sondern auch zwischen dem Ziel des jeweiligen Vorgangs und dem Kontext, innerhalb dessen dieser stattfindet. Konkret heißt das, dass eine Oberfläche eine andere Herangehensweise benötigt als beim Händewaschen und dass die Sterilisation nicht dasselbe wie das Desinfizieren ist. Ebenfalls spielt der Schutz vor dem Covid-19 eine Rolle und auch verschiedene Mikroorganismen geraten in den Fokus geeigneter Reinigungsmaßnahmen. Doch der Reihe nach beginnend mit einer klaren Definition der einzelnen Begriffe:  
  &amp;nbsp;  
  Definition von Reinigung  
  Der Begriff Reinigung ist nicht ganz klar definiert und meint in verschiedenen Kontexten etwas Unterschiedliches. Vereinfacht ließe sich vom Herstellen von Reinheit oder Sauberkeit sprechen, wobei die Maßstäbe individuell ausfallen. Reinigung ist natürlich in den eigenen vier Wänden ein Thema, betrifft aber auch Büros und andere Gebäude sowie Gegenstände wie beispielsweise das Auto. Im Haushaltsbereich ist von einer Sichtreinigung, der Unterhalts- und der Grundreinigung der Rede, wobei diese Begriffe auch als unterschiedliche Stufen der Gründlichkeit interpretiert werden dürfen. Eine Sichtreinigung ist schlichtweg das Beseitigen grober Verschmutzung, die Grundreinigung hingegen, umfasst gelegentlich auch schon Aspekte aus der Desinfektion und ist die „sauberste“ Reinigungsform. Natürlich kann das Wort „Reinigung“ auch auf den eigenen Körper bezogen werden. Gesprochen wird dann von Hygiene im Allgemeinen oder auch vom Händewaschen in seiner einfachsten Form. Die Unterschiede sind offenkundig, zeigen sich aber nicht nur im Hinblick auf die Tätigkeit des Waschens bzw. Reinigens, sondern auch auf die verwendeten Mittel. Bei den Händen ist Seife ausreichend und kann in fester oder flüssiger Form genutzt werden. Geht es hingegen um die Reinigung einer Oberflächen, oder gar den Umgang mit starken Verschmutzungen, kommen allerlei Chemikalien zum Einsatz, die teilweise sogar das Arbeiten mit Handschuhen erforderlich machen. Je nachdem, wie verschmutzt ein Bereich ist, sind sogar spezielle Substanzen vonnöten, die stark die Haut reizen oder gar verletzen würden.  
  &amp;nbsp;  
  Definition von Desinfektion  
  Der Unterschied zwischen Reinigung und Desinfektion wird deutlich, wenn man sich die Methoden der Desinfektion ansieht, für die es Vorschriften und Normen gibt. Während &quot;Reinigung&quot; ein umgangssprachlicher Begriff ist, folgt die Desinfektion DIN-Normen. Die Wirksamkeit von Desinfektionsmitteln wiederum wird gemäß DIN EN 14885 geprüft und als Dienstleistung wird das Desinfizieren nach der DIN EN 17272 festgelegt. Auch liegt eine klare Definition vor, die sich im Deutschen Arzneibuch findet. Diese lautet, dass Desinfektion „totes oder lebendes Material in einen Zustand versetzt, dass es nicht mehr infizieren kann“. Spannend hierbei ist der genaue Blick auf die Wortzusammensetzung, denn in der Desinfektion ist die Infektion enthalten und diese darf kein Risiko mehr darstellen. Wissenschaftlich ist dies dann erreicht, wenn Keime in einem klar definierten Prüfverfahren von einem Faktor von mindestens einer Million auf höchstens 10 reduziert werden, bei Wäsche sogar von 100 Millionen auf 10.  
  &amp;nbsp;  
  Verschiedene Formen der Desinfektion  
  Desinfektion ist zudem in verschiedenen Formen möglich und bereits die Desinfektion der Hände kennt mehrere Einsatzbereiche. Zu unterscheiden ist in diesem Kontext die hygienische Händedesinfektion von der chirurgischen Händedesinfektion, wobei die Vorgaben für Letztere naturgemäß deutlich strenger sind. Hygienische Händedesinfektion entspricht den Spendern, die sich seit Covid und als Abwehr gegenüber einer Verbreitung des Virus sowohl Arztpraxen als auch in öffentlichen Gebäuden sowie Geschäften und Schulen finden, während die Substanzen im chirurgischen Bereich meist nicht im Alltag anzutreffen sind. Auch zu beachten ist der Gegensatz zwischen Desinfektionsmitteln für die Hände und denen für Flächen. Letztere sind deutlich schärfer und wer will, zieht eine Analogie zu Seife versus Putzmittel. Hinzu kommt, dass Desinfektionsmittel für Flächen und Gegenstände vielerorts als Konzentrat angeboten und vor der Anwendung erst noch verdünnt werden. Die Auswahl an Produkten ist somit gerade in diesem Bereich enorm und so bedarf es ein wenig der Orientierung, um das richtige Desinfektionsmittel zu finden.  
  &amp;nbsp;  
  Der Reinigung und Desinfektion Unterschied in Zahlen  
  Anhand von Händewaschen lässt sich der Unterschied zwischen einer Reinigung und der Desinfektion sehr gut nachvollziehen. Wird mit Seife gearbeitet, so reduziert sich die Zahl von Keimen um zwei Zehnerpotenzen und somit um rund 99 Prozent. Für die Prävention gegen Covid oder auch die Inaktivierung mancher Mikroorganismen reicht dies in aller Regel aus und laut Robert Koch Institut ist Händewaschen ein wichtiges Mittel, um dem Coronavirus zu begegnen. Ein höherer Hygienestandard wird allerdings durch die Nutzung eines Desinfektionsmittels erreicht, denn hier wird die Keimzahl um mindestens vier Zehnerpotenzen bis zu sieben Zehnerpotenzen reduziert, was dem vorgeschriebenen Millionstel (10 hoch -6) entspricht.  
  &amp;nbsp;  
  Wie wirken Reinigung und Desinfektion zusammen?  
  Bei Reinigung und Desinfektion handelt es sich keineswegs um ein „Entweder-oder“ und beide Vorgehensweise schließen einander nicht aus. Es ist vielmehr so, dass in der Kombination ein Mehrwert liegt und in manchen Situationen sowohl das Händewaschen bzw. eine Flächenreinigung als auch die darauffolgende Desinfektion zu empfehlen ist. Der Kontrast liegt auf der Hand: Die Reinigung beseitigt echten Schmutz, Verunreinigungen und all das, was unmittelbar sichtbar ist. Wenn danach noch desinfiziert wird, rückt man auch Mikroorganismen zu Leibe und folgt einem höheren Hygienestandard. Auf einer Oberfläche ist die Desinfektion daher kaum zu sehen und sorgt auch nicht immer für Sauberkeit, sondern eher für Keimfreiheit. Ein gutes Putzmittel und ein gutes Desinfektionsmittel passen somit ideal zueinander und ergänzen sich in der Wirkung zur Beseitigung von Schmutz und Krankheitserregern.  
  &amp;nbsp;  
  Warum wird erst nach dem Reinigen desinfiziert?  
  Entscheidend ist dabei, dass erst nach der Reinigung desinfiziert wird und nicht umgekehrt. Der Grund liegt im Schmutz, der zunächst entfernt wird, bevor an den Feinheiten gearbeitet wird, auch bei den Maßnahmen gegen Covid-19 wurde diese Reihenfolge empfohlen, wobei vor allem das Desinfizieren wichtig ist, während Händewaschen bei Fehlen echter Verschmutzungen auch unterbleiben kann. Hinsichtlich der Hautverträglichkeit gehen die meisten Dermatologen davon aus, dass ein Desinfektionsmittel schonender ist. Durch Seife geht die natürliche Schutzschicht der Haut verloren, was die alkoholhaltigen Desinfektionsmittel mit teilweise rückfettenden und pflegenden Substanzen nicht verursachen. Das A und O beim richtigen Waschen der Hände ist übrigens die Verwendung von Seife und eine ausreichende Dauer und Gründlichkeit. Wer nur für wenige Sekunden unter fließendes Wasser hält, erreicht nicht den gewünschten Effekt.  
  &amp;nbsp;  
  Was ist der Unterschied zwischen Desinfektion und Sterilisation?  
  Neben dem Gegensatz zwischen Reinigung und Desinfektion tritt auch noch ein weiterer Begriff, und zwar der Sterilisation. Diese wird auch als Entkeimung bezeichnet und ist noch gründlicher als jedes Desinfektionsverfahren. Sterilisation meint, dass alle Mikroorganismen inklusive Sporen beseitigt werden. Mancherorts ist dann von einer keimfreien Umgebung die Rede, was allerdings nur zum Teil stimmt. Richtig ist, dass keine Keime mehr vorhanden sind, doch sind auch alle anderen Mikroorganismen betroffen. Sterilisation oder auch Sterilisierung sind heutige Grundlagen sowohl bei Lebensmitteln und Arzneimitteln als auch bei Gegenständen oder medizinischen Instrumenten bzw. in der Wissenschaft. Betroffen ist natürlich auch jeder Virus, weshalb das Verfahren als wirksam gegen Covid-19 gilt.  
  &amp;nbsp;  
  Das Problem der Sterilisation liegt darin, dass ein 100-prozentiger Schutz nicht erreicht werden kann. Um möglichst nah an einen absolut keimfreien Zustand zu kommen, werden sowohl thermische, also wärmebasierte, als auch chemische Verfahren genutzt und auch die physikalische Sterilisation über Druck, Strahlen und Filtration ist möglich. Hieran zeigt sich auch der ein entscheidender Unterschied zu Reinigung oder Desinfektion, die durchweg mit entsprechenden Substanzen – sei es in Form von Seife oder Waschgel, wahlweise Desinfektionsmittel vonstattengehen und kaum andere Verfahren kennen.  
  &amp;nbsp;  
                ]]>
            </content>

                            <updated>2023-03-16T00:00:00+01:00</updated>
                    </entry>

    
    
        <entry>
            <title type="text">Hygienische Händedesinfektion nach DIN EN 1500 erklärt</title>
            <id>https://hygiene-gmi.de/hygienische-haendedesinfektio/</id>
            <link href="https://hygiene-gmi.de/hygienische-haendedesinfektio/"/>
            <summary type="html">
                <![CDATA[
                
                                            Hygienische Händedesinfektion leistet deutlich mehr als reines Händewaschen und ist in vielen Situationen unabdingbar. Damit der Vorgang korrekt durchgeführt wird, existieren eine Reihe von Anleitungen und umfangreiche „Tutorials“. 
                                        ]]>
            </summary>
            <content type="html">
                <![CDATA[
                  Hygienische Händedesinfektion leistet deutlich mehr als reines Händewaschen und ist in vielen Situationen unabdingbar. Damit der Vorgang korrekt durchgeführt wird, existieren eine Reihe von Anleitungen und umfangreiche „Tutorials“. Ausschlaggebende ist die Industrienorm DIN EN 1500, die exakt beschreibt, auf welche Weise ein Händedesinfektionsmittel genutzt wird und wie die gewünschte Sauberkeit sowohl in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen als auch in Arztpraxen oder den eigenen vier Wänden herzustellen ist. Zu beachten ist immer die Wirkung auf die ebenfalls aus Keimen bestehende Flora der Haut. Einerseits werden beim Desinfizieren von Händen Infektionen vermieden, andererseits muss die Haut auch bei häufiger Desinfektion zusätzlich gepflegt werden, um nicht rissig zu werden. Alternativ existieren aber auch Mittel für Ihre Hautpflege, die die Haut mit ausreichend Fetten versorgen.  
  &amp;nbsp;  
  Was bedeutet hygienische Händedesinfektion?  
  Das eine vorweg: Wer lediglich alltägliche Arbeiten verrichtet oder sich in den eigenen vier Wänden bzw. im privaten Bereich aufhält, muss seine Hände nicht zwingend desinfizieren. Es ist sogar davon abzuraten, zu viel Händedesinfektionsmittel zu nutzen, wenn dies nicht nötig ist. Der Grund liegt in der sich entwickelnden Resistenz mancher Bakterien, die somit größere Schäden anrichten können.  
  &amp;nbsp;  
  Wenn allerdings das Risiko einer Infektion vorhanden ist, gehört Desinfektion zu den bevorzugten präventiven Maßnahmen und wird auch von den Experten aus dem Robert Koch Institut vorgeschlagen. Vor allem in Zeiten von Corona oder auch im Nachgang zur Pandemie ist die Sauberkeit der Hände ein wichtiges Thema. Es ist darauf hinzuweisen, dass Wasser und Seife die natürliche Schutzschicht der Haut zerstören, während ein gutes Desinfektionsmittel dem Rechnung trägt und Irritationen verhindert. Die chemische Basis ist in aller Regel Alkohol bzw. Spiritus und dieser ist flüchtig und zieht nicht in die Haut ein.  
  &amp;nbsp;  
  Was ist besser: Händewaschen oder Desinfizieren?  
  Im Allgemeinen gilt die Faustformel, dass das Desinfizieren der Hände nach dem Anfassen von Türklinken oder anderen Gegenständen die schnellere und einfachere Wahl ist. Händewaschen ist nur dann vonnöten, wenn die Hände tatsächlich schmutzig sind. Darüber hinaus ist die richtige Reihenfolge zu beachten. Wer vor Verwendung eines Händedesinfektionsmittels erst die Hände wäscht, verteilt zunächst die Keime, was sich nachteilig auswirkt. Aus diesem Grund ist die Reihenfolge umgekehrt, also erst desinfizieren, dann waschen.  
  &amp;nbsp;  
  Welche fünf Indikationen gelten für die hygienische Händedesinfektion?  
  Für die Indikationen für eine hygienische Händedesinfektion gelten die sogenannten „five moments“ oder fünf Momente der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Adaptiert wurden diese unter anderem vom Robert Koch Institut, das hieraus direkte Empfehlungen ableitet. Gültigkeit besitzen die fünf Indikationen insbesondere im Krankenhaus, wo die folgenden Regeln als Faustformel gelten:  
  &amp;nbsp;  
 
 
  Vor dem Kontakt mit Patienten  
 
 
  Nach dem Kontakt mit einem möglicherweise Infektionen auslösendem Material  
 
 
  Nach dem Kontakt mit Patienten  
 
 
  Nach dem Kontakt mit der unmittelbaren Umgebung von Patienten  
 
 
  Vor einer aseptischen Tätigkeit  
 
 
  &amp;nbsp;  
  Anleitung zur Händedesinfektion nach DIN EN 1500: wie viele Schritte?  
  Die richtige Vorgehensweise ist schnell erklärt, sollte aber unbedingt beachtet werden. Zur Nutzung empfiehlt sich ein hochwertiges Händedesinfektionsmittel, dass das menschliche Mikrobiom nicht zu stark in Mitleidenschaft zieht.  
  &amp;nbsp;  
  Was ist die Hautflora?  
  Unterschieden wird zwischen der transienten und der residenten Hautflora oder einfacher formuliert, eine Flora, die vorübergehend vorhanden ist oder solcher, die Teil der Haut ist. Erstere kann aus Keimen und Krankheitserregern bestehen und wird durch das Händewaschen im Großen und Ganzen entfernt, allerdings nicht restlos. Die residente Hautflora hingegen, gehört zur Haut und schützt diese durch natürliche Stoffwechselprodukte.  
  &amp;nbsp;  
  Die sechs Schritte nach DIN EN 1500  
  Die Norm DIN EN 1500 legt sechs Schritte für die richtige Desinfektion der Hände fest. Diese lassen sich als regelrechtes Tutorial lesen und sollten jeweils über mindestens fünf Sekunden durchgeführt werden. Hieraus ergibt sich für den gesamten Vorgang rund eine halbe Minute.  
  &amp;nbsp;  
  Schritt 1  
  Zunächst bedarf es einer ausreichenden Menge an Desinfektionsmittel. Dieses gehört erst einmal auf die Handflächen bzw. die Innenseite. Durch Verreiben wird das Mittel verteilt, wobei auch die Handgelenke nicht fehlen dürfen.  
  &amp;nbsp;  
  Schritt 2  
  Nach den Handinnenflächen ist nun der Handrücken an der Reihe. Gerieben wird mit der Innenfläche über den jeweils der anderen Hand zugehörigen Rücken, also mit der linken Hand über den rechten Handrücken und vice versa.  
  &amp;nbsp;  
  Schritt 3  
  Damit die Handinnenflächen auch garantiert sauber und keimfrei werden, sollten diese nun mit verschränkten und geöffneten Fingern aneinander gerieben werden.  
  &amp;nbsp;  
  Schritt 4  
  Auch wichtig ist das Verschränken der Hände, wobei die Außenseiten der Finger auf die gegenüberliegende Handfläche weisen.  
  &amp;nbsp;  
  Schritt 5  
  Auch der Daumen ist Teil der Hand und sollte daher in den geschlossenen Handflächen der anderen Hand hin und her bewegt werden.  
  &amp;nbsp;  
  Schritt 6  
  Zu guter Letzt sind die Fingerkuppen an der Reihe und sollten an den mittlerweile gereinigten und desinfizieren Handflächen gerieben werden.  
  &amp;nbsp;  
  Wer diese Schritte beherzigt und zudem in den passenden Situationen zu einem Händedesinfektionsmittel greift, ist auf der sicheren Seite und vor einer Vielzahl an Keimen und Mikroorganismen geschützt. Zu unterscheiden ist die chirurgische Händedesinfektion, die noch ein gutes Stück weiter geht und höhere Einwirkzeiten sowie eine umfangreichere Behandlung erfordert.  
  &amp;nbsp;  
  Jetzt die passenden Produkte für Händehygiene und Hautpflege bestellen  
  Zu beachten ist auch, dass neben der hygienischen Händedesinfektion immer auch die Nutzung von Handschuhen aus Latex oder Nitril wichtig ist. Bei den verwendeten Mitteln ist unbedingt auf Qualitätsprodukte zu achten, die auch halten, was sie versprechen und auch die Wahl des Anbieters kann einen Unterschied machen. Wer hier Erfahrung in den Vordergrund stellt, ist auf der sicheren Seite und darf sich zudem auf eine umfangreiche Beratung freuen. Sprechen Sie uns an und erfahren Sie viel Wissenswertes rund um saubere und keimfreie Hände und Umgebungen.  
  &amp;nbsp;  
  Die passenden Produkte eignen sich sowohl für den Einsatz in einer Arztpraxis als auch im Krankenhaus und sind zudem auch für den Hausgebrauch oder öffentliche Gebäude, aber auch Läden, Restaurant und vieles mehr geeignet. Gehen Sie auf Nummer sicher.  
  &amp;nbsp;  
                ]]>
            </content>

                            <updated>2023-03-16T00:00:00+01:00</updated>
                    </entry>

    
    
        <entry>
            <title type="text">Desinfektionsmittel im Auge: Was tun?</title>
            <id>https://hygiene-gmi.de/desinfektionsmittel-auge/</id>
            <link href="https://hygiene-gmi.de/desinfektionsmittel-auge/"/>
            <summary type="html">
                <![CDATA[
                
                                            Wenn es um ein handelsübliches Desinfektionsmittel für die Hände handelt, sollte das Auge für einen Zeitraum von mindestens 10 Minuten ausgespült werden. 
                                        ]]>
            </summary>
            <content type="html">
                <![CDATA[
                  Desinfektionsmittel im Auge, das ist unangenehm und schmerzhaft. Schon ein kleiner Spritzer kann zu Augenverletzungen führen und insbesondere Kinder gelten in diesem Zusammenhang als gefährdet. Der Weg zum Augenarzt muss allerdings nur in seltenen Fällen angetreten werden, denn in aller Regel lassen sich die Nebenwirkungen auch in Eigenregie beheben. Von Vergiftungen sollte in diesem Kontext übrigens nicht die Rede sein, denn in den meisten Fällen enthalten die Desinfektionsmittel vor allem Alkohol bzw. Spiritus und nur gelegentlich zusätzliche Chemikalien. Seitens der Hersteller ist das Risiko von Augenverletzungen und ähnlicher Unfälle natürlich bekannt, weshalb bei der Zusammensetzung von Desinfektionsmitteln auf die Verwendung risikoarmer Substanzen geachtet werden dürfte.  
  Die richtigen Maßnahmen bei Desinfektionsmittel im Auge  
  Wenn klar ist, dass es sich nicht um ein scharfes Mittel, sondern um ein handelsübliches Desinfektionsmittel für die Hände handelt, sollte das Auge für einen Zeitraum von mindestens zehn Minuten ausgespült werden. Im Idealfall steht zu diesem Zweck eine Augenspülflasche bereit, die für wenig Geld im Handel zu haben ist. Grundsätzlich klappt das Ausspülen aber auch unter einer Dusche oder einem Waschbecken und reicht in aller Regel aus. Kontaktlinsen sollten bei Augenreizungen natürlich im Vorfeld entfernt werden und auch das Reiben in den Augen ist zu unterlassen.  
  &amp;nbsp;  
  Selbstverständlich ist immer ein Blick in die Beipackzettel bzw. Betriebsanweisungen der jeweiligen Desinfektionsmittel zu werfen, wo sich auch eine Liste der Inhaltsstoffe findet. Die Anweisungen finden sich hier auch im Bereich „Erste Hilfe“, der jede Eventualität berücksichtigt, falls sie etwas ins Auge bekommen haben.  
  &amp;nbsp;  
  Wenn der Beipackzettel bzw. die Produktinformation nichts anderes vorschreibt, sollte nur dann ein Augenarzt aufgesucht werden, wenn auch nach dem Ausspülen noch Brennen, Schmerzen oder verstärkte Lichtempfindlichkeit bis hin zu Problemen beim Sehen vorhanden sind. Ansonsten hören die Beschwerden meist von selbst auf und es bedarf keiner weiteren Schritte.  
  Wie gelangt Desinfektionsmittel in den Augenbereich oder das Gesicht?  
  Die Frage, auf welche Weise ein Mittel zur Desinfektion überhaupt ins Gesicht gelangt, ist voll und ganz berechtigt. Spritzer aus einem Spender sind meist nicht so druckvoll, dass Gesichtshöhe erreicht werden kann und natürlich werden einzig und allein die Hände und nicht das Gesicht berücksichtigt. Nach dem Händewaschen sind Kinder allerdings gerne unaufmerksam und reiben sich mit frisch desinfizierten und möglicherweise noch nicht getrockneten Händen in die Augen, womit das Malheur passiert ist.  
  &amp;nbsp;  
  Wie gefährlich ist Desinfektionsmittel?  
  Zunächst einmal als Beruhigung: in den meisten Fällen reicht ein Spritzer schlichtweg nicht aus, um größere Augenverletzungen zu bewirken. Das Auge reagiert allerdings sehr empfindlich und die Schmerzen sind erheblich. Dies sollte allerdings nicht zur Panik führen, sondern besonnenes Handeln, bei Kindern seitens der Eltern, nach sich ziehen. Problematisch kann Desinfektionsmittel im Auge dann sein, wenn es sich nicht um ein Mittel für die Hände, sondern zum Sterilisieren von Geräten und Instrumenten handelt. Anders ausgedrückt, sind die Mittel für die Desinfizierung von Flächen viel schärfer und die vielfach verwendeten Konzentrate können regelrechte Vergiftungen oder Verätzungen nach sich ziehen. Gelangt ein solches Desinfektionsmittel ins Auge, gilt Vorsicht! Es ist somit zu unterscheiden zwischen Händedesinfektionsmittel, die neben Alkohol auch Tenside und Chlorhexidin oder Octenidin&amp;nbsp; sowie manchmal Pflegesubstanzen oder Duftstoffe enthalten und den Flächendesinfektionsmitteln, die meist ohnehin nur mit Handschuhen verwendet werden und nicht in die Nähe von Kindern gelangen dürfen.  
  &amp;nbsp;  
                ]]>
            </content>

                            <updated>2023-03-12T15:30:00+01:00</updated>
                    </entry>

    
</feed>
